Elbabfahrt Usti - Dresden

Der 1000-Seen-Marathon ist in diesem Jahr ausgefallen und einige Mitglieder brauchten noch ein paar Kilometer für ihr Fahrtenbuch. Grund genug für eine etwas längere Abfahrt auf der Elbe.
Wir treffen uns am Samstag früh 8 Uhr, um die Boote vorzubereiten und den Hänger zu beladen. Dieter und Stefan haben sich freiwillig bereit erklärt, uns mit zwei Autos und Hänger nach Usti zu bringen. Am Kilometer 761 an einer kleinen Personenfähre setzen wir unsere Boote ein und starten gegen 10.30 Uhr elbabwärts. Auch auf der tscheschichen Seite hat die Elbe kaum noch Wasser, so dass die Berufsschifffahrt komplett eingestellt ist aber für unsere 4 Paddelboote hat der Fluss noch Wasser genug. Die Strecke zwischen Usti und Decin unterscheidet sich landschaftlich komplett von der späteren Fahrt durch das Elbsandsteingebirge. Vorbei geht es an alten Schlössern, Kirchen und auch alten Bunkern. Durch Decin lassen wir uns treiben. Zeit für eine Stärkung mit Schnitte, Bier und kleinem Schnäpschen. Aus Decin heraus geht es vorbei an einer Hafenanlage, die völlig ausgestorben scheint. Danach sieht man die ersten Sandsteinfelsen. An der Gierseilfähre in Dolni Zleb müssen wir warten, die Fähre setzt gerade über auf die Seite, wo wir passieren müssen.
Nach 31 Kilometer bei Kilometer 730 erreichen wir die Grenze zu Deutschland. Hier beginnt dann die deutsche Kilometrierung mit Kilometer 0. Kurz nach Schmilka finden wir ein schönes Plätzchen für eine Rast, wo wir endlich mal die Boote verlassen und uns die Füße vertreten können. Das Wetter lädt jedoch nicht zum längeren Verweilen ein, so dass wir schon nach 30 Minuten wieder in die Boote steigen.
Bisher hatten wir immer eine gute Portion Rückenwind und die Strömung war gut, um mit wenig Kraftaufwand voran zu kommen. Auf der langen Geraden bei Bad Schandau hat es aber Gegenwind mit kleinen kräftigen Wellen. So kurz nach der Rast und mit nun schon 40 gepaddelten Kilometer in den Armen, wird die Fahrt etwas zäh. Jedoch an der nächsten Kurve nach Bad Schandau legt sich der Wind wieder und mit einem weiteren kleinen Schnäpschen auf die 1500 Jahreskilometer von Frank geht es mit frischen Elan weiter. Vorbei fahren wir in Königstein und Rathen. Dann kommt schon Wehlen in Sicht, wo wir bei der Hütte vom VKD unser Nachtlager aufschlagen.
Nach einer erfrischenden Dusche machen wir uns zu Fuß auf den Weg nach Wehlen, um in einem Restaurant zu Abend zu essen. Es scheint, dass trotzdem der Sommer fast zu Ende ist, noch viele Touristen zum Abend in den Gaststätten sind. Wir finden endlich im Cafe Richter einen schönen Tisch. Die Speisekarte ist abwechslungreich und das Essen ist gut. Das Abendessen wird mit Zwiebelkuchen und Federweißer abgeschlossen. Zurück in der Hütte fallen wir nur noch müde in unsere Schlafsäcke.
Am nächsten Morgen stehen wir um 8 Uhr auf. Nach einem kräftigen Frühstück starten wir kurz nach 10 auf die zweite Etappe zurück zum Pieschener Hafen. Das Wetter hat sich zugezogen und teilweise tröpfelt es auch ein bisschen aber es windstill. Die Wasseroberfläche ist oft spiegelglatt.
Bis hinter Pirna zur Fähre in Pratschwitz kommen wir zügig voran. Dann machen wir wieder ein Floßbildung und lassen uns die nächsten 5 Kilometer bis nach Pillnitz treiben. Wir messen, dass die Elbe ca. 5km/h strömt. Ab Pillnitz greifen wir wieder fest in unsere Paddel für die letzten 15 Kilometer. Wir schaffen es gerade noch, bevor der Regen stärker wird, am Ziel anzukommen.
Es war eine anstrengende aber doch sehr schöne Tour und wir sind uns einig, dass wir diese Tour gern mal wieder machen wollen.

Kathrin, Frank, Harald, Mike und Andreas