Vogalonga - Venedig - Pfingsten 2018

Dieses Jahr war es wieder so weit, dass sich eine Gruppe fand, um an der Vogalonga in Venedig teilzunehmen. Aus einer Protestaktion gegen den Motorbootverkehr entstanden, ist die Vogalonga eine nicht-kompetitve Regatta für muskelbetriebene Wasserfahrzeuge (Paddler, Ruderer, venezianische Ruderer und Gondeln, aber auch Stand-up-paddling und skiartige Boote für die Füße) mit mehreren tausend Teilnehmern. Es ist eine 27 km Runde durch Venedig und über die Lagune, wobei die Strecke in dieser Zeit für Motorboote gesperrt ist. Am Freitag per Nachtautofahrt oder Flug angekommen, bezogen wir erstmal, wie schon die letzten Jahre, den kleinen gemütlichen Campingplatz am Nordende vom Lido di Venezia. Abends wurde der Grill angeworfen.

Am Samstag ging es, diesmal noch mit dem "Vaporetto" (Wasserbus) nach Venedig zum Startnummern holen, aber auch durch die Gassen zu bummeln und Pizza sowie Eis zu essen. Wieder zurück auf dem Lido, war es endlich Zeit, unsere Boote zu Wasser lassen. Nach einer ersten welligen Überquerung des Hauptkanales ging es über ruhigere Gewässer zur Glasbläserinsel Murano, wo wir uns nach der Begutachtung mehrerer Glasläden in einem grünen Hinterhof ein gutes Essen gönnten.

Sonntags ging es dann bei schönstem Wetter früh los Richtung Markusplatz, wo sich die Starter der Vogalonga versammelten. Um 9 erfolgte der Startschuss und das Wasser schäumte untere den Tausenden Paddeln und Rudern. Jörg sorgte mit seinem Jagdhorn für den Zusammenhalt der Gruppe, aber erfreute auch Mitfahrer und Zuschauer. Vorbei an den landwirtschaftlichen Inseln Vignole und San Erasmo ging es nach Burano, wo wir eine Pause einlegten. Das Strändchen zum Anlegen erwies sich allerdings als tiefer Schlamm. Weiter ging es über die Lagune durch Murano nach Venedig, wo sich an der Einfahrt die Ruderboote stauten. Die Paddler nahmen dann eine Alternative durch kleine Kanäle bis zum Canal Grande, auf dem dann der Zieleinlauf stattfand. Ein grandioses Erlebnis.

Im Anschluss suchten wir kleine Kanäle, um dem wieder gestarteten Motorbootverkehr zu entkommen, allerdings fanden wir uns in einem Gondelgewirr, wo wir hinter einem Theater anlandeten, um noch ein Bier zu trinken. Anschließend fanden wir ruhige Kanäle, wo wir unseren Weg zurück zum Lido fanden.

Den Montagsplan, um die Lido-nordspitze zum Strand zu paddeln, verwarfen wir aufgrund starken Windes. So verbrachten wir den Tag nochmals in Venedig, im charaktervollen, nicht vom Massentourismus überfluteten Stadt"sechstel" (Venedig besteht aus 6 "Sestieri") Cannaregio ließen wir das Pfingstwochenende ausklingen.

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